Mönchsfrucht – ein überraschend süßer, kalorienarmer Süßstoff

von Cat Ebeling, Ko-Autorin der Bestseller: Die Fett-Verbrennungs-Küche & Die Top 101 Lebensmittel gegen Alterung & Die Diabetes Lösung

MönchsfruchtWahrscheinlich haben Sie zumindest schon einmal von der Mönchsfrucht, oder auch Lo Han Guo, gehört. Hierbei handelt es sich um eine kleine grüne Melone aus China mit einem sehr süßen Geschmack – die keine Kalorien oder Kohlenhydrate enthält. Sie erhöht auch nicht den Blutzuckerspiegel. Ihr süßes kleines Geheimnis wurde seit Jahrzehnten gehütet und hat erst jetzt Einzug in die allgemeine Ernährung erhalten.

Im Laufe der Jahre gab es immer wieder verschiedene kalorienarme Süßstoffe. Die meisten von ihnen sind aufgrund potenziell schwerwiegender Gesundheitsprobleme in die Negativschlagzeilen gerutscht.

Nehmen wir zum Beispiel diese kalorienarmen künstlichen Süßstoffe:

  • Saccharin/SweetN'Low
  • Aspartam/Nutrasweet
  • Sucralose/Splenda
  • Neotame/Newtame
  • Acesulfam-Kalium/Ace-K, Sunett

Es wurde festgestellt, dass sich all diese Süßstoffe negativ auf die Gesundheit auswirken, indem sie beispielsweise das Darmmikrobiom beeinflussen, den Appetit steigern und so tatsächlich eine Gewichtszunahme verursachen. Außerdem wurden einige sogar mit Krebs in Verbindung gebracht.

Saccharin oder Benzoesulfinid, wurde von einem Wissenschaftler entdeckt, der Kohlenteerderivate untersucht hat. Dieses Steinkohlenteerderivat soll das Krebsrisiko erhöhen und ist seither ein umstrittenes Süßungsmittel.

Aspartam, oder NutraSweet, wie es genannt wird, hat sich als neurotoxisch erwiesen, und die darin enthaltenen exzitatorischen Aminosäuren können langfristige Schäden an den Gehirnneuronen verursachen. Einer der Hauptbestandteile von Aspartam, Phenylalanin, blockiert die Serotoninproduktion in unserem Darm, was sich nicht nur negativ auf die Stimmung auswirkt und Angstzustände und Depressionen hervorruft, ein niedriger Serotoninspiegel führt auch zu Heißhungerattacken. Das Ergebnis ist oft eine Gewichtszunahme.

Obwohl Sucralose als sicherer künstlicher Süßstoff namens Splenda vermarktet wurde, handelt es sich bei Sucralose um eine chemisch erzeugte Verbindung, die durch Hinzufügen von Chloratomen zum Zucker modifiziert wurde. Es ist in etwa so ähnlich als ob Sie kleine Mengen chlorierte Pestizide zu sich nehmen. Tatsächlich wurde Sucralose in den 1970er Jahren von Wissenschaftlern entdeckt, die an der Entwicklung eines neuen Pestizids arbeiteten.

Viele Menschen sind allergisch oder empfindlich auf künstliche Süßstoffe, was sich in Form von Juckreiz, nässendem Ausschlag, Nesselsucht, Ekzemen bis hin zu Übelkeit, Durchfall und Keuchen bemerkbar macht.

Es hat sich herausgestellt, dass künstliche Süßstoffe unser Mikrobiom auch im Darm stören, was zu einem starken Rückgang der Serotoninproduktion führt. Dies kann zu einer Vielzahl von Verdauungsproblemen, Hirnfunktionsstörungen und Stimmungsstörungen führen, darunter:

  • Krampfanfälle
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • Darm-Dysbiose
  • Durchfall
  • Asthma
  • Angst
  • Depression
  • Schlaganfall, Demenz, Alzheimer
  • Hirntumore
  • Schäden an den Spermien
  • ADHD
  • Krebs
  • Funktionsstörung der Niere

Künstliche Süßstoffe lösen auch die Insulinausschüttung aus und steigern den Appetit, wodurch der Zweck, zu dem sie eingesetzt werden, in Frage gestellt wird – sie verursachen Heißhunger, übermäßiges Essen und Gewichtszunahme.

Stevia, ein natürlicher, aus der Steviapflanze gewonnener Süßstoff, wird seit Jahren als sichere und natürliche Alternative zu künstlichen Süßsstoffen verwendet. Stevia kann jedoch, wenn es in seiner natürlicheren Form verwendet wird, einen unangenehmen Nachgeschmack haben, der als bitter oder metallisch beschrieben wird. Manche Menschen reagieren sogar allergisch auf Stevia. Viele der kommerziell vermarkteten Steviaprodukte sind mit Dextrose, Erythrit und Laktose gemischt, was aus ernährungsphysiologischer Sicht keinen Sinn macht.

Aber lassen Sie uns nun zur Mönchsfrucht kommen…

Mönchsfrüchte werden traditionell in der Kräutermedizin verwendet und haben einen natürlich süßen Geschmack. Sie enthalten sogenannte Mogroside, die für ihren intensiven süßen Geschmack bekannt sind.

Mönchsfrucht-Süßstoffe haben gleich mehrere Vorteile. Sie haben null Kalorien, null Kohlenhydrate und keine schädlichen Nebenwirkungen wie die oben aufgeführten, von der FDA zugelassenen künstlichen Süßstoffe.

Die Mönchsfrucht enthält außerdem Antioxidantien und erhöht den Blutzucker nicht, was sie sicher für Diabetiker macht. Laut Studien wird die Mönchsfrucht seit vielen, vielen Jahren sicher in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Sie wird unter anderem zur Linderung von Halsschmerzen und zur Minimierung des Schleims bei Erkältungen und Grippe verwendet.

Die Food and Drug Administration hat festgelegt, dass Mönchsfrüchte allgemein als sicher gelten, und zwar für alle, auch Schwangere und Kinder.

Außerhalb der traditionellen chinesischen Medizin wird die Mönchsfruchtmasse jedoch erst jetzt an die Massen vermarktet, sodass weitere wissenschaftliche Studien durchgeführt werden müssen, um ihre Gesamtwirkung zu bestimmen.

Zu den Nachteilen der Mönchsfrucht gehört die Tatsache, dass Mönchsfrüchte schwierig anzubauen und zu ernten sind – und dass sie leicht verderben – was bedeutet, dass sie relativ teuer sind. Obwohl die Mönchsfrucht immer beliebter wird, ist es immer noch schwierig, Mönchsfruchtsüße im örtlichen Lebensmittelgeschäft oder Reformhaus zu finden.

Mönchsfrüchte haben einen leicht bitteren Nachgeschmack, je nachdem, in welchem Lebensmittel oder Getränk sie enthalten sind. Mönchsfrucht-Süßstoffe können in Kaffee, Tee und Salatdressings, Soßen, Backwaren und sogar als Süßungsmittel in Kollagen- und Proteinpulver verwendet werden.

Obwohl Mönchsfrüchte kalorien- und kohlenhydratfrei sind, ist Vorsicht geboten, denn die meisten Backwaren, Smoothies und anderen Getränke haben für sich allein noch reichlich Kalorien und können Ihnen vorgaukeln, dass Sie wenig Kalorien zu sich nehmen.

Die Mönchsfrucht gehört zur Familie der Curcurbitaceae, zu der auch Kürbisse, Gurken und Melonen gehören. Wenn Sie gegen eines dieser Lebensmittel allergisch sind, können Sie auch gegen Mönchsfrüchte allergisch sein.

Obwohl die Mönchsfrucht möglicherweise weiterer Forschung bedarf, um alle gesundheitlichen Auswirkungen zu untersuchen, scheint sie eine großartige, natürliche Alternative zu anderen künstlichen Süßungsmitteln zu sein – besonders für Personen, die den Zuckerkonsum in ihrer Ernährung einschränken möchte. Es gibt auch einige wenige Behauptungen, dass die Mönchsfrucht, Krebs oder anderen Gesundheitsproblemen vorbeugen kann, aber hierzu bedarf es weitere Studien.

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